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Das Band der Brüder

Seiten
301
Bewertung
★★★★★

Familiensaga mit Suchtpotenzial

Vielen Dank an LovelyBooks für den Buchgewinn

Klappentext:
Bernried am Starnberger See, 1940: Wilhelmine von Falkenbach zieht für einige Zeit nach München und findet dort die Möglichkeit, direktere Kontakte zu wichtigen Personen aus der Widerstandsbewegung zu knüpfen. Außerdem wartet das Springreiten des Lebens mit ihrem geliebten Pferd His Highness auf sie: Paul-Friedrich von Falkenbach musste sich auf eine Wette mit einem NSDAP-Funktionär einlassen, der Gewinner wird das Pferd des Gegners behalten. Doch das ist nicht die einzige Aufregung für Paul-Friedrich, Wilhelm Lehmann vertraut ihm ein schreckliches Familiengeheimnis an, das er erst mal verdauen muss.
Gustav von Falkenbach hilft seiner Frau dabei, ein gesundes Baby zur Welt zu bringen. Aber er kann nicht aufhören, an die Kinder im Sanatorium zu denken, in dem er arbeitet, und wird vor eine äußerst schwere Entscheidung gestellt.

„Das Band der Brüder“ ist der 8. Band der Falkenbach Saga von Ellin Carsta.
Die Falkenbach Saga ist für viele Bände angelegt und ich fiebere immer wieder dem neuen Band entgegen.
Jedes Kapitel ist mit einem Gedanken eines Familienmitglieds der Familien Falkenbach oder Lehmann überschrieben. Diese Person steht dann im Mittelpunkt des Kapitels.
Durch die immerwährenden Perspektivwechsel ist die Geschichte so facettenreich und interessant.

Ellin Carsta erzählt die Geschichte in einem flüssigen und spannenden Schreibstil, sie vermittelt die Atmosphäre die zu dieser Zeit in Deutschland herrscht sehr gut.
Man spürt deutlich, dass es immer dunkler wird über Deutschland.
Auch in den Familien herrscht nicht immer Harmonie. Sie halten zwar immer noch alle Zusammen doch der Krieg und die politische Situation im Land geht auch ihnen unter die Haut.
Je weiter die Zeit voran schreitet so interessanter wird die Familien-Saga.
Ihre Protagonisten sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich immer wenn ich sie wieder treffen darf.
Es macht mir große Freude die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitzuerleben.
Ich freue mich mit den Charakteren aber ich leide auch viel mit ihnen.

In den einzelnen Bänden trifft man auch immer wieder auf reale Personen.
In „wie z. B. Hermann Pfannmüller, der Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar.
Gustav arbeitet ja mehrere Trage die Woche in der Heil- und Pflegeanstalt. Was er da zu Gesicht bekommt hat er sich in seinen schwärzesten Träume nicht vorstellen können.

Langsam ist die Geschichte an einen Zeitpunkt angekommen wo ich mir Sorgen um die Familien mache. Der Krieg dauert ja bekanntlich noch einige Jahre. Die Familien Lehmann wie die von Falkenbachs sind nach außen hin Anhänger des Führers. In den Fabriken werden Waffen hergestellt. Doch was wird aus ihnen wenn der Krieg vorbei ist. Wird jemand ihnen glauben, dass alles nur der Zeit geschuldet ist.
Ich hoffe Ellin Carsta lässt ihre Leser*innen die Familien noch so lange begleiten.

Jetzt fiebere ich schon ganz aufgeregt dem 9. Band entgegen und bin gespannt wie die Saga weitergeht.

Rezension erstellt am 4. November 2023

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