Vielen Dank an Haymon Krimi für das Rezensionsexemplar
Klappentext:
Innsbruck, das ist doch dieses Postkartenmotiv mit dem goldenen Dachl vor massiver Bergkette? Da, wo alle sportfanatisch sind und für ein Feierabendbier auf die Alm laufen? Auch. Doch in der Alpenhauptstadt sorgen nicht nur die Immobilienpreise samt Spekulant*innen für schlaflose Nächte. Dass dem Verbrechen die eindrucksvolle Kulisse egal ist, weiß Chefinspektor Romed Stock, der an zwei ungelösten Fällen arbeitet, am allerbesten. Als seine Kollegin Dobernig und er zum Wiltener Friedhof bestellt werden, kommt plötzlich Tempo in Stocks Polizeialltag: Zwischen den Gräbern liegt eine tote Frau, die keine persönlichen Habseligkeiten bei sich trägt. Da sogar die Etiketten aus der Kleidung geschnitten sind, fehlt es zunächst an Anhaltspunkten. Nun heißt es, die kleinen grauen Zellen zu Höchstleistung zu animieren. Gut, dass die neue Kollegin Dobernig Pfeffer im Hintern hat und im richtigen Moment nicht davor zurückscheut, ihrem Kollegen Stock in denselben zu treten.
„Tramezzini und Triumphpforte“ ist ein Innsbruck-Krimi von Herbert Dutzler.
Die Geschichte beginnt in einem ruhigen Tempo. Chefinspektor Romed Stock arbeitet an ungelösten Fällen.
Seine Arbeit wird abrupt unterbrochen, als auf dem Friedhof die Leiche einer Frau entdeckt wird. Die Frau hat keinerlei Papiere bei sich, die auf ihre Identität schließen könnten.
Herbert Dutzler setzt auf ein herrlich gegensätzliches Ermittler-Duo, das dem Roman viel Dynamik verleiht.
Chefinspektor Romed Stock ist Mitte 40, geschieden und sichtlich wohlgenährt. Er kämpft mit der Einsamkeit nach seiner Scheidung und dem Wunsch nach einer Partnerin.
Stock ist auch ein Gourmet, er liebt gutes Essen und guten Wein.
Hedi Dobernig ist die neue Kollegin von Stock.
Sie wurde frisch aus Klagenfurt nach Innsbruck versetzt. Sie ist sportlich, impulsiv, hat eine blitzschnelle Auffassungsgabe und verpasst dem eher trägen Stock im richtigen Moment den nötigen Anschub.
Es macht Freude, die beiden durch die Ermittlungen zu begleiten.
Der Schreibstil von Herbert Dutzler ist trocken-humorvoll, flüssig und voller feiner Ironie.
Natürlich fehlt die Kulinarik in dieser Geschichte nicht. Die detailreichen Beschreibungen von gutem Essen machen das Buch zu einem Genuss, den man besser nicht mit leerem Magen liest.
Der Handlungsort Innsbruck wird gut beschrieben. Herbert Dutzler fängt die Atmosphäre von den verwinkelten Gassen der Altstadt über das dörfliche Hötting bis zum hippen Stadtteil Wilten sehr gut ein.
Er schaut aber auch mit einem Augenzwinkern auf die klassische Postkartenidylle.
„Tramezzini und Triumphpforte“ ist ein rundum gelungener Reihenauftakt. Wer klassische Ermittlungsarbeit, humorvolles Lokalkolorit und eine kräftige Portion kulinarisches Wohlgefühl schätzt, wird diesen detailreichen Innsbruck-Krimi lieben.
Rezension erstellt am 19. Oktober 2026
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