Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar
Es ist die Geschichte eines Schocks in der Silvesternacht 2000, der Romans Welt für immer zerreißt. Es ist die Suche nach dem geheimnisvollen »J« und die Flucht auf den »Wolkenberührpunkt« – jenen alten Mast, auf dem er mit seinem besten Freund Steve dem Himmel nah ist, um Wünsche in die Welt zu schreien.
Eine Geschichte über die leise Sehnsucht nach Mira und über zwei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: hier der Weltmeister, dort der Junge, der nie ein Zuhause besaß. Melancholisch, ehrlich und zutiefst bewegend.
„Wolkenberührpunkt“ ist der 2. Roman von Christoph Kramer.
Mit diesem Buch beweist der ehemalige Fußballprofi und Weltmeister Christoph Kramer, dass sein literarisches Debüt kein Zufallstreffer war.
Der Beginn der Geschichte ist autobiografisch. Chris, ein Autor, beobachtet einen jungen Mann namens Roman, der sein Buch „Das Leben fing im Sommer an“ kauft.
Aus dieser kurzen Begegnung entsteht eine fiktive Lebensgeschichte.
Im Mittelpunkt steht Roman. In der Silvesternacht 2000 enthüllen seine Eltern dem 12-jährigen Roman ein gut gehütetes Geheimnis. Dies bringt die Welt des Jungen durcheinander und er begibt sich auf die Suche nach seiner Identität.
Unterstützt wird Roman durch seinen Freund Stevie und einem Bekannten, der „Niemand“ genannt wird. Auch Mira das Nachbarmädchen, ist an seiner Seite.
Christoph Kramer hat facettenreiche Charaktere zum Leben erweckt.
Roman ist ein verletzlicher, oft in sich gekehrter Charakter. Seine Zerrissenheit und die unbändige Sehnsucht nach Zugehörigkeit sind der Mittelpunkt der Geschichte.
Stevie ist Romans bester Freund, der in einem Kinderheim aufwächst. Er ist so etwas wie ein Anker für Roman. Gleichzeitig verkörpert er auch die raue, ungeschönte Realität.
Mira ist das Mädchen von nebenan. Sie bringt Licht und eine zarte Romantik in die Geschichte.
Christoph Kramers Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.
Der Ton der Geschichte ist bemerkenswert leise.
Die Sprache von Christoph Kramer wirkt echt und unverstellt. Der Autor hat ein feines Gespür für die Zwischentöne.
Der titelgebende „Wolkenberührpunkt“ ist ein alter, hölzerner Telefonmast.
Für Roman und Stevie ist er ein Zufluchtsort vor den Sorgen des Alltags.
„Wolkenberührpunkt“ ist ein Roman, der mich berührt hat und den ich gerne gelesen habe.
Rezension erstellt am 23. Oktober 2026
Kommentare
Noch keine Kommentare.