Vielen Dank an Zoe Leonhard für das Rezensionsexemplar
Zum Inhalt:
England im Jahre 1009.
England leidet unter den verheerenden Angriffen der Wikinger und den Nachwehen des grausamen St.-Brice-Massakers.
Im Mittelpunkt steht der historische Aufstieg von Ealdorman Eadric zum mächtigsten Mann des Reiches. Doch was niemand weiß: Hinter der historischen Figur verbirgt sich eine Frau.
Eadric geht so in ihrer Rolle als Mann auf, dass sie selbst manchmal vergisst, dass sie eine Frau ist.
Als ein neuer Angriff der Wikinger droht, steckt Eadric in einer Zwickmühle.
Wenn sie den Jahrhundertelangen Krieg endlich beenden will. Muss sie ihren König verraten.
„Die Friedenskriegerin – Merciens Lied“ ist der 1. Band eines monumentalen Historien-Epos von Zoe Leonhard.
Die Autorin nimmt ihre Leser*innen mit in eine blutige Epoche der englischen Geschichte.
Zoe Leonhard hat facettenreiche Charaktere erschaffen und zum Leben erweckt.
Die Heldin der Geschichte ist Eadric. Sie ist undurchsichtig und unnahbar. Sie steht als Frau ihren Mann in einer Welt, in der die Männer die Macht haben.
Die Autorin zeichnet ein meisterhaftes Porträt von einer Frau, die sich als Mann ausgibt.
Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet. Die unerbittlichen Krieger genauso wie der wankelmütige König.
Die psychologische Tiefe der Charaktere zeigt den Leser*innen ihre Zerrissenheit und ihren inneren Konflikt auf.
Der Schreibstil von Zoe Leonhard ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Die Zeit der Handlung wird mit all seinem Grauen bildhaft dargestellt.
Der Handlungsort ist das frühmittelalterliche England.
Auch hier sorgt die anschauliche Beschreibung für Bilder in meinem Kopf.
Die Burgen sind genauso vor meinem inneren Auge erschienen, wie mich die kalten Winter frösteln ließen.
Zoe Leonhard hat eine durchweg düstere Atmosphäre geschaffen. Eine nervenzerreißende Spannung war greifbar. Die Gefahr, dass Eadrics Geheimnis auffliegt und sie als Frau enttarnt wird, war immer gegeben.
„Die Friedenskriegerin – Merciens Lied“ war der 1. Band des zweiteiligen Epos. Ich habe das Buch mit Freude gelesen und freue mich schon, wenn es weitergeht.
Rezension erstellt am 3. November 2026
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