Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar
Klappentext:
Ein Monat Santa Cruz soll Carl und Helene Westers Ehe retten. Haustausch, Pool, Strand, das alles klingt nach Neustart. Doch dann treibt eine tote Ratte im Pool, nächtliches Klopfen in den Rohren stört den Schlaf des Paares, und als Carl im verstopften Abfluss der Badewanne einen grausigen Fund macht, ist er endgültig alarmiert.
Zur selben Zeit zieht Künstler Adam Harris mit seiner Frau Scarlett in das Zuhause der Westers im Stockholmer Schärengarten. Ein wunderschönes Haus am Wasser, ausgestattet mit einem Überwachungssystem, das jemand gut versteckt hat. Und einer Nachbarin, die zu viel sieht.
Je mehr die Paare sich miteinander austauschen, desto klarer wird: Das hier ist kein Urlaub. Es ist eine Falle. Und der Täter kennt nicht nur die Häuser, sondern die Schwachstellen in ihren Ehen.
„Haustausch“ ist ein spannender Psychothriller von Stefan Ahnhem.
Mit seiner Fabian-Risk-Reihe hat der Autor mir schon viele spannende Lesestunden beschert.
Um ihre kriselnde Ehe zu retten, entscheiden sich Carl und Helene Wester für einen Tapetenwechsel. Sie tauschen ihr idyllisches Zuhause im Stockholmer Schärengarten für vier Wochen gegen eine Traumvilla im kalifornischen Santa Cruz. Die Tauschpartner sind der Künstler Adam Harris und seine Frau Scarlett.
Doch so idyllisch wie gedacht wird es nicht. Es passieren mehrere merkwürdige Dinge. Im Pool schwimmt eine tote Ratte und nachts klopft es in den Rohren.
Auch im Schärengarten läuft es nicht wie gedacht. Das Haus der Westers gleicht einer uneinnehmbaren Festung. Überwachungskameras zeichnen jede Bewegung auf.
Beide Paare fühlen sich, als würden sie in einer Falle sitzen.
Stefan Ahnhem beginnt die Geschichte ruhiger als die Fabian-Risk-Thriller. Der Autor spielt hier mehr mit der Psyche seiner Leser*innen.
Die Charaktere wirken sehr lebendig.
Auf der einen Seite ist das Ehepaar Wester. Helene Wester sehnt sich nach einer Krise nach einem Neustart. Carl Wester ist eher misstrauisch und unzufrieden mit allem.
Auf der anderen Seite haben wir das Ehepaar Harris. Sie leben für die Zeit des Haustauschs im Haus der Westers im Schärengarten.
Keiner der 4 Personen ist ohne Geheimnis, Lügen und Traumata.
Die Leser*innen werden mit immer mehr Hintergrundinformationen über die Charaktere konfrontiert.
Der Schreibstil von Stefan Ahnhem ist wie immer flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Der Wechsel der Perspektiven, sorgt dafür, dass die Charaktere mir sehr nahekommen.
Der Kontrast der Schauplätze wird gut beschrieben.
Stefan Ahnhem wechselt die Handlungsorte zwischen dem unbeschwerten Santa Cruz und dem kühlen Stockholmer Schärengarten.
Obwohl die Handlungsorte wunderschön sind, gelingt es dem Autor, eine Düsternis in die Geschichte zu bringen.
Die Charaktere haben ständig das Gefühl, im jeweiligen Haus belauscht und manipuliert zu werden.
Das spielt natürlich auch mit der Psyche der Leser*innen.
„Haustausch“ ist ein spannender Psychothriller, den ich gerne gelesen habe.
Rezension erstellt am 14. Oktober 2026
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