Vielen Dank an Vera Nentwich für das Rezensionsexemplar
Klappentext:
Als die pensionierte Lehrerin Ingrid Pawlak beim beliebten Vintage-Markt in der Alten Samtweberei erstochen wird, mit der Storchenschere ihrer eigenen Schwiegermutter, ist das ganze Krefelder Samtweberviertel erschüttert. Die Polizei tappt im Dunkeln, doch einer hat ein Detail bemerkt, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht: Lutz Weber, 71, Witwer und pensionierter Krawattendesigner. Eigentlich verbringt er seine Tage am liebsten mit Kaffee und Kladde im Café, aber sein geschultes Auge für Muster und Stoffe hat etwas gesehen, das selbst der Polizei entgangen ist.
Gemeinsam mit dem jungen Kasper Wozniak aus der Nachbarschaft beginnt Lutz zu ermitteln, widerwillig zunächst, dann unaufhaltsam. Fast jeder im Viertel scheint etwas zu verbergen, das mit Ingrid zu tun hat: ihre beste Freundin, ihr Sohn, ihre frühere Kollegin. Und wer noch? Je tiefer sie graben, desto mehr Widersprüche tun sich auf. Im Samtweberviertel kennt man sich, aber man weiß nicht alles voneinander.
„Aufgetrennt“ ist der 2. Band der Krimireihe Weber & Wozniak von Vera Nentwich.
Die Autorin hat mich schon mit ihrer Frau Appeldorn-Reihe und der Biene Hagen-Reihe begeistert. Auch der 1. Band der Weber & Wozniak-Reihe konnte mich voll überzeugen.
Im Mittelpunkt stehen Lutz Weber und Kasper Wozniak die sich im ersten Band gesucht und gefunden haben.
Lutz Weber ist 71 Jahre. Seit dem Tod seiner Frau weiß er nichts mehr so recht mit sich anzufangen. Sein Essen besteht aus Tiefkühlkost oder er geht im Josefshaus essen.
Ein festes Ritual bei Lutz ist „Das Café“. Hier kehrt er jeden Tag ein, trinkt seinen Kaffee und liest Zeitung. Nachdem er den 1. Fall mit Erfolg gelöst und Kaspar kennengelernt hat, greift er wieder zum Stift und beginnt Zeichnungen anzufertigen.
Kasper Wozniak ist 20 Jahre. Er hat sich noch nicht so richtig gefunden.
Die Ausbildung, die er seiner Mutter zuliebe angefangen hat, ist nichts für ihn und er schneist sie hin.
Sein Traum ist immer noch Influencer werden und damit Geld verdienen.
Lutz Weber besucht den beliebten Vintage-Markt Markt in der Alten Samtweberei. Gerade hat er noch mit Ingrid Pawlak gesprochen. Hat ihre Quilts bewundert und ist auf eine alte Storchenschere aufmerksam geworden.
Nur wenig später liegt Frau Pawlak tot in der Nähe des Toilettenwagens. Erstochen mit ihrer eigenen Storchenschere.
Lutz Weber ist erschüttert. War es doch Frau Pawlak die ihn um Hilfe gebeten hat, da sie von ihrem Tod geträumt hatte.
So macht sich Lutz Weber mit Hilfe von Kaspar daran Nachforschungen anzustellen.
Vera Nentwich hat großartige Charaktere ins Rennen geschickt. Lutz und Kasper habe ich schon im 1. Band liebgewonnen. Sie wurden ungewollt zu einem guten Team.
Auch die Mutter von Kasper ist eine sympathische Frau. Ich muss immer schmunzeln, wenn sie die deutschen Worte etwas verdreht. Sie macht sich Sorgen um Kaspar, dass er sich ohne eine Ausbildung seine Chancen im Leben verbaut.
Besondere hervorstechen die Dialoge zwischen den Protagonisten. Hier setzt Vera Nentwich ihren intelligenten Humor gut pointiert ein.
Vera Nentwich hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Den Handlungsort Krefeld beschreibt die Autorin sehr anschaulich.
„Aufgetrennt“ ist ein spannender und zugleich humorvoller Krimi. Ich freue mich schon jetzt auf den 3. Band der humorvollen Krimireihe.
Rezension erstellt am 30. Oktober 2026
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