Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar
Klappentext:
Als Joan Riley im Altersheim stirbt, ist niemand verwundert – die alte Dame war nicht bei bester Gesundheit. Doch DC Smith zweifelt: An den zu friedlichen Umständen von Joans Tod, an der fast mechanischen Routine aller Beteiligten, an den Fragen, die ausbleiben. Dann deckt Smith einen weiteren ungewöhnlichen Todesfall im Altenheim auf. Je näher er der Wahrheit kommt, desto weiter entfernt er sich von der Frage nach Schuld.
„Gnade vor Recht“ ist der 2. Band der Reihe „Ein Fall für DC Smith“ von Peter Grainger.
Peter Grainger lässt die Geschichte ganz ruhig beginnen. Die 78-jährige Joan Riley stirbt im Alten- und Pflegeheim Rosemary House.
Joan Riley war schwer krank und pflegebedürftig. Niemand hinterfragt den Tod der alten Frau. Doch DC Smith hat Zweifel. Der Tod von Joan Riley wird ihm zu auffällig als gegeben hingenommen.
Peter Grainger hat seine Charaktere gut gezeichnet und zum Leben erweckt.
DC Smith ist ein erfahrener Polizist und er arbeitet nicht immer nach Vorschrift. Seine unkonventionelle Art hat ihm schon manchen Ärger eingebracht.
DC Smith hebt sich mit seiner Ruhe und Professionalität deutlich von seinem Team ab.
Peter Grainger erzählt den Fall mit all seinen Ausläufern spannend. Zu Beginn sieht alles nach einem normalen Todesfall aus, die Obduktion fördert allerdings anderes zutage.
Der Schreibstil von Peter Grainger ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Die Atmosphäre ist zum Teil melancholisch, da die Geschichte viel im Pflegeheim spielt. Die Geschichte untermalt die späte Lebensphase der Heimbewohner. Auch der beginnende Winter sorgt für die melancholische Atmosphäre.
„Gnade vor Recht“ ist weit mehr als ein einfacher Kriminalroman. Die Geschichte veranlasste mich, über das Alter und das Ausgeliefertsein, wenn man sich selbst nicht mehr helfen kann, nachzudenken.
Rezension erstellt am 29. Oktober 2026
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