Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar
Klappentext:
Die Geschichte von Hollywood und von Mr. Selig, dem Filmunternehmer, der statt im langweiligen Kalifornien lieber im brausenden Chicago sein Glück machen will. Und von Mr. Boggs, seinem Spielleiter, der jedes Mal, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, den Betrieb einstellen muss und deshalb nichts sehnlicher wünscht, als in den sonnigen Westen zu ziehen.
„Selig & Boggs-Die Erfindung von Hollywood“ von Christine Wunnicke erzählt die Geschichte zweier Pioniere der Filmgeschichte: William Nicholas Selig und Francis Boggs.
Christine Wunnicke entführt ihre Leser*innen zur Geburtsstunde Hollywoods.
Im Mittelpunkt stehen William N. Selig, ein Theaterproduzent und Zauberkünstler, und der Regisseur Francis Boggs. Beides sind historisch überlieferte Figuren.
Ihr Weg führt sie nach Edendale, dem heutigen Los Angeles.
Hier entstehen, von Chaos geprägt, die ersten Stummfilmproduktionen.
Christine Wunnicke ersinnt um die realen Figuren eine fiktionale Geschichte.
Das Herzstück der Geschichte sind die beiden ungleichen Protagonisten.
William Selig wird als pragmatischer und geschäftstüchtiger Visionär gezeichnet. Er sieht in dem neuen Medium eine lukrative Kunstform und treibt diese mit seinem Ehrgeiz an.
Francis Boggs ist Regisseur. Er will Geschichten ohne Ton verständlich machen und kämpft mit den Grenzen, die die Technik ihm auferlegt.
Christine Wunnickes erzählt die Geschichte in einer schönen Sprache. Ihren Humor setzt sie punktgenau ein.
Einzig die Zeitsprünge haben mich manchmal leicht verwirrt.
Mit „Selig & Boggs-Die Erfindung von Hollywood“ setzt Christine Wunnicke den vergessenen Vätern Hollywoods ein literarisches Denkmal.
Rezension erstellt am 4. November 2026
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