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Das Licht über dem Meer

Übersetzt von
Ulrike Thiesmeyer
Seiten
349
Bewertung
★★★★★

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Leuchtturm der Erinnerung

Neufundland, 1913. Silvestre Swan hat sein Leben dem Leuchtturm Swan Light gewidmet. Nach dem tragischen Verlust seines Bruders, der bei einem Schiffsunglück ums Leben kam, errichtete er damit ein Symbol der Hoffnung. Doch nun droht der Leuchtturm ins Meer zu stürzen, Silvestre Swan bittet das Dorf um Hilfe, stößt jedoch auf Ablehnung. Ein Sturm bringt eine unerwartete Verbündete in Swans Leben – aber ist es für Swan Lightschon zu spät?
2014. Die amerikanische Meeresarchäologin Mari Adams nimmt einen Auftrag in Neufundland an, sie soll die Überreste eines Leuchtturms finden, der angeblich vor hundert Jahren ins Meer gestürzt ist. Ihre Auftraggeberin ist eine mysteriöse Unbekannte. Mari stößt auf Hinweise, dass der Leuchtturm mit einem Schiffswrack und der tragischen Geschichte einer jungen Überlebenden verknüpft ist. Während Mari dem Verschwinden von Swan Light und dem Schicksal seiner letzten Bewohner nachgeht, wird sie selbst Teil eines Wettlaufs gegen eine gierige Bergungsfirma. An ihrer Seite ist der Profitaucher Julian Henry, zu dem sie sich mehr und mehr hingezogen fühlt ...

„Das Licht über dem Meer“ ist ein interessanter und emotionaler historischer Roman von Phoebe Rowe.

Die Geschichte hat zwei Zeitebenen, die im Wechsel erzählt werden.
1913 lernt man den Leuchtturmwärter Silvestre Swan und die Geschichte des Leuchtturms kennen.
Die 2. Zeitebene ist die Gegenwart, hier das Jahr 2014. Als Leser*in begleitet man die amerikanische Meeresarchäologin Mari Adams. Sie soll vor der Küste Neufundlands nach den versunkenen Überresten eben jenes Leuchtturms suchen.

Phoebe Rowe hat vielschichtige Charaktere zum Leben erweckt.
Silvestre Swan steht in der Vergangenheit im Mittelpunkt. Ihn begleitet eine stille Melancholie. Der Leuchtturm ist seine Hoffnung, doch der droht einzustürzen.
In der Gegenwart steht Mari Adams im Mittelpunkt. Ich habe zu Beginn etwas mit Mari gefremdelt. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich aber zu einer sympathischen Frau. Sie soll den ins Meer gestürzten Leuchtturm suchen und deckt seine Geschichte auf.

Zu Beginn der Geschichte hat das Buch meine volle Konzentration gebraucht. Es wurden viele Namen und Schiffsdaten geführt. Nach einem Drittel des Buchs wurde ich dann allerdings wie durch einen Sog in die Geschichte reingezogen.

Phoebe Rowe hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil
Gekonnt verbindet die Autorin die Epoche der Leuchtturmwärter mit der Zeit der modernen Meeresarchäologie.
Die Beschreibung der rauen, unberechenbaren Küste Neufundlands ist sehr anschaulich. Ich konnte den Wind spüren und das Wasser gegen die Klippen schlagen hören.

„Das Licht über dem Meer“ ist eine gelungene Mischung aus historischem Drama, Abenteuer und einer leisen Liebesgeschichte. Ich habe das Buch gerne gelesen.

Rezension erstellt am 6. November 2026

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